Kaffee dampft in meinem Lieblingsbecher, die Tauben auf dem Dach gurren und der Sonntag beginnt friedlich mit der Aussicht auf einen warmen, jedoch nicht zu heißen Sommertag.
Als ich heute Morgen auf meinem Handy nach dem üblichen WhatsApp-Gruß meines Sohnes schaute, stutzte ich erst einmal.
Warum? Er wusch mir sprichwörtlich den Kopf bezüglich meiner eigenen Nachrichten der letzten Wochen.
Der Anspruch in meiner Blog-Subzeile lautet schließlich: Mit Worten spielen – für Geschichten begeistern – Lebensfreude versprühen.
Ich war felsenfest davon überzeugt, dass mir das im Alltag auch mühelos gelingt.
Doch er wies mich freundlich, aber bestimmt darauf hin, dass meine Nachrichten an ihn oft ganz anders klingen würden. Statt reiner Heiterkeit seien sie oft sehr nachdenklich und manchmal sogar ein wenig melancholisch.
Hmm! Er hat recht. Zwischen all dem sonnigen Anspruch und der Realität liegen auch bei mir manchmal Welten. Das Leben hält eben nicht nur die hellen, lauten Momente bereit. Es gibt diese Tage, an denen die Gedanken sich schwer anfühlen und die Welt grau in grau erscheint. Auch wenn die Sonne vom Himmel prasselt.
Nach einigem Nachdenken, immer noch mit der Kaffeetasse in der Hand, kam ich jedoch zu dem Schluss, dass das für mich vollkommen in Ordnung ist. Wahre Lebensfreude bedeutet in meinen Augen eben nicht, permanent zu strahlen und Witze zu reißen. Sie zeichnet sich eher dadurch aus, dass ich trotz aller Zweifel und melancholischen Zwischentöne immer wieder den Weg zurück ans Licht finde.
Ich trage Lebensfreude nicht als Maske durchs Leben oder hier durch meinen Blog, sondern sehe sie als Überzeugung, dass nach einem Berg ein Tal kommt oder nach dem Starkregen jedes Mal die Sonne durch die Wolken bricht.
Wie seht ihr das? Ich freue ich mich auf eure diesbezüglichen Zuschriften auf Facebook oder Instagram. Einfach FRANZISKA MACHT GESCHICHTEN in die Suchzeile eintippen.
Habt eine schöne Zeit! Bis zum nächsten Sonntag!
Eure Franziska

