Heute habe ich einen absoluten Klassiker aus meinem Regal gezogen, der mich schon beim bloßen Anblick der Titelseite zum Schmunzeln bringt. Erich Kästners „Der 35. Mai oder Konrad reist in die Südsee“ ist ein Buch, das pure Lebensfreude versprüht.
Ich habe es, sehr gut erhalten, vor einigen Wochen aus einem offenen Bücherschrank mitgenommen und war ehrlich gesagt, etwas skeptisch. Ich mag Kästners Kinderbücher sehr, aber genau dieses hatte ich immer ausgespart.
Aber was soll ich euch sagen! Es hat mich in seinen Bann gezogen. Ich geriet in einen richtigen Freudentaumel bei all dem Blödsinn, den Kästner da zusammen fantasiert hat.
Die Geschichte um den jungen Konrad, seinen Onkel Ringelhuth und das rollschuhfahrende, die Lyrik liebende Pferd Negro Kaballo ist ein herrlicher Ausflug in die Absurdität. Weil Konrad einen Aufsatz über die Südsee schreiben muss, reisen die drei kurzerhand durch einen alten Schrank direkt dorthin – und landen in einer Welt voller verrückter Abenteuer, Schlaraffenländer und verkehrter Welten.
Für mich war dieses Buch die perfekte Erinnerung daran, wie wichtig es ist, das Leben manchmal nicht ganz so bierernst zu nehmen. Kästner zeigt uns mit so viel Humor und Augenzwinkern, dass die größte Freiheit in unserer eigenen Fantasie liegt. Ein wunderbar leichtes Buch für Jung und Alt, das einfach gute Laune macht. Auch mir als Ü60-Vertreterin.
Ich stelle deshalb “Konrad und die Südsee” liebevoll wieder zurück in mein Regal – aber mein Kopf bleibt voller bunter Bilder.
Vertraut mir und lest es. (Unter anderem auf Amazon ohne Probleme noch oder wieder erhältlich.)
Bis zum nächsten Dienstag mit einer neuen Buchidee hier auf dem Blog. Ich freue mich schon darauf, wieder einen Buch-Schatz vorzustellen.

