Ein gemütliches Frühstück, der Duft von frischem Kaffee in der Nase und eigentlich alle Zeit der Welt. Der Sonntag könnte so herrlich sein.
Doch bei vielen von uns schleicht sich spätestens nach dem Mittagessen ein ungebetener Gast an: der sogenannte Sonntagsblues.
Was heißt das? Der Montag wirft seine Schatten voraus. Die Laune sinkt mit jeder Stunde, die Unternehmungslust schwindet, man verkriecht sich auf das Sofa und zählt die Stunden, bis der Wecker am Montagmorgen klingelt.
Auch ich kenne dieses Gefühl nur zu gut. Mein ehemaliger Lebensgefährte war auch so ein Kandidat. Spätestens am Sonntagmittag zog sich eine unsichtbare Wolke über seinen Tag. Verabredungen, Unternehmungen hatten keine Chance mehr. Unweigerlich habe ich mich dann viel zu oft von dieser gedrückten Stimmung anstecken lassen.
Heute weiß ich: Das muss nicht sein.
Wir dürfen uns die Gegenwart nicht von der Zukunft stehlen lassen. Der Sonntag hat es nicht verdient, eine bloße Wartehalle für den Montag zu sein. Und davon abgesehen: Auch der Montag selbst hat diesen schlechten Ruf nicht verdient! Er ist kein Monster, sondern einfach nur ein neuer Tag voller Möglichkeiten.
Damit dieser Blues erst gar keine Chance hat, helfen mir inzwischen ein paar einfache, praktische Hilfsmittel, probiert sie gern auch für euch aus:
Der Sonntags-Höhepunkt: ich plane mir für den Sonntagabend bewusst etwas Schönes ein. Ein besonders schöner Film, ein Spieleabend mit Freunden oder das absolute Lieblingsessen. So bleibt der Tag bis zur Schlafenszeit schon einmal positiv besetzt.
Montags-Vorfreude schaffen: Ich lege mir eine kleine Sache für den Montag bereit, auf die ich mich freuen kann – sei es ein besonderer Snack für die Mittagspause oder eine neue Podcast-Folge, das nächste Buch von meinem Ungelesenen-Stapel für den Arbeitsweg.
Gedankenkarussell stoppen: Wenn dumme Montagsgedanken kommen, schreibe ich sie kurz auf und lege den Zettel weg. Raus aus dem Kopf sozusagen.
Mein Vorschlag: Machen wir den Sonntag wieder zu unserem Verbündeten und begegnen dem Montag mit einem Lächeln anstatt mit einem abgrundtiefen Seufzer.
In diesem Sinne: Schenkt euch noch eine Tasse Kaffee nach, atmet durch und genießt das Hier und Jetzt an einem Sonntag ohne Sonntagsblues.
Einen entspannten Start in die Woche wünscht euch
Eure Franziska

