
Manchmal gibt es diese glücklichen Zufälle im Leben eines Bücherfans. So ein Buch ist mir vor Kurzem in die Hände gefallen: “Cornelia Funke - Die Spionin der Kinder” von Hildegund Latsch.
Schon der Ansatz ist erfrischend ungewöhnlich. Normalerweise erscheinen Biografien oft erst am Ende eines Lebensweges oder blicken distanziert zurück. Hier ist das anders: Dieses Werk widmet sich einer Ausnahmeautorin, die noch mitten im Schaffen steht, voller Pläne steckt und uns hoffentlich noch viele magische Welten schenken wird. Es ist keine starre Chronik, sondern eher eine lebendige Momentaufnahme.
Das wahre Geheimnis und Herzstück dieses Buches sehe ich jedoch in der Beziehung zwischen Biografin und Autorin: Hildegund Latsch ist die Patentante von Cornelia Funke.
Wahrscheinlich aus dieser engen Verbindung heraus ist der Text sehr liebevoll geschrieben. Man spürt auf jeder einzelnen Seite das tiefe Vertrauen, den Respekt und die Vertrautheit zwischen den beiden Frauen. Das Buch öffnet Türen, die Fremden meist verschlossen bleiben.
Ergänzt wird der persönliche Ton durch viele Fotos, Skizzen und Dokumente, die Cornelia Funkes Persönlichkeit greifbar machen.
Das Beste daran? Diese Biografie ist ansteckend. Sie feiert das Erzählen an sich und macht riesige Lust, sofort die eigenen Regale zu plündern und Cornelia Funkes Bücher (wieder) zu lesen. Man möchte sofort zurück nach Venedig oder wieder in die Tintenwelt eintauchen.
Ein echtes Herzensbuch für alle, die mit Cornelia Funkes Geschichten aufgewachsen sind oder das geschriebene Wort lieben!