Himmel oder Hölle?

 Es war einmal ein Mann, der starb und sich an einem wunderbaren Ort wiederfand, umgeben von allem erdenklichen Komfort.

Ein Mann im weißen Jackett kam auf ihn zu und sagte: „Sie können alles haben, was Sie wollen – alle Speisen – alle möglichen Vergnügungen – alle Arten von Unterhaltung“.

Der Mann war hoch erfreut. Tagelang probierte er von all den Delikatessen und Erfahrungen, von denen er auf Erden geträumt hatte.

Doch eines Tages wurde ihm das alles langweilig und er rief den Wärter zu sich und sagte: „Ich bin dies alles müde. Ich brauche etwas zu tun. Welche Art von Arbeit kannst Du mir geben?“ Der Wärter schüttelte traurig den Kopf und antwortete: „Es tut mir leid, mein Herr. Das ist das Einzige, was wir nicht für Sie tun können. Es gibt hier keine Arbeit für Sie.“

Worauf der Mann entgegnete: „Eine schöne Bescherung. Ebensogut könnte ich in der Hölle sitzen.“ Der Wärter sagte sanft: „Was glauben Sie, wo Sie hier sind?!“

Quelle: Margret Stevens

Mir kam bei der Geschichte das alte deutsche Sprichwort  „Wer rastet, der rostet.“ in den Sinn. 

Es gibt immer Momente oder sogar Phasen in unserem Leben, in denen uns die ständigen Verpflichtungen zu viel werden und wir uns ein langes Leben oder zumindest einen schier endlos währenden Urlaub auf einer fernen palmenbewedelten Insel herbeisehnen.

Aber dazu sind dann doch die wenigsten gemacht. irgendwann wünschen wir uns ins Tätigkeit zurück. Die richtige Balance jedoch nimmt dem Sprichwort seine negative Konnotation.