Als ich das erste Mal von Thomas Montassers Roman Ein ganz besonderes Jahr hörte, war ich ehrlich gesagt etwas skeptisch. Eine ältere Buchhändlerin hatte mir mal im Vertrauen erzählt, dass der Autor – vorsichtig ausgedrückt – ein ziemlich schwieriger Lesungsgast gewesen sei. Aber nun ja, warum auch nicht? Auch Schriftsteller sind schließlich wie alle anderen Künstler nur Menschen. Also habe ich das Buch aus meiner Sammlung „Bücher über Bücher und Buchhandlungen“ herausgefischt, aufgeschlagen und gelesen. Und was soll ich sagen? Ich bin froh, dass ich ihm eine Chance gegeben habe!
Worum geht es?
Die Geschichte dreht sich um Valerie, eine junge Frau, die von heute auf morgen die Leitung einer kleinen, altmodischen Buchhandlung übernimmt, nachdem ihre Tante spurlos verschwunden ist. Valerie hat eigentlich kaum Bezug zu Büchern, doch als sie ein ganz bestimmtes, geheimnisvolles Buch in den Regalen entdeckt, verändert sich ihr Leben komplett. Das Buch schickt sie auf eine magische Reise voller unerwarteter Begegnungen und öffnet ihr das Herz für die Welt der Literatur.
Über den Autor
Der deutsche Autor Thomas Montasser, geboren 1966, arbeitet nicht nur als Schriftsteller, sondern zieht im Hintergrund der Buchbranche seit Jahrzehnten wichtige Fäden: Als erfolgreicher Literaturagent und Verleger bringt er selbst neue Talente groß heraus und prägt die Szene maßgeblich mit.
Mit Ein ganz besonderes Jahr gelang ihm 2014 der große internationale Durchbruch sozusagen über Nacht. Seine poetische Liebeserklärung an das Lesen wurde zu einem weltweiten Erfolg und in zahlreiche Sprachen übersetzt. Obwohl die malerische Geschichte absolut filmreif ist, wartet sie bis heute noch auf eine Verfilmung– für uns Leser hat das Kopfkino hier also noch ganz exklusiv das Sagen!
Mein Fazit
Das Buch ist sehr märchenhaft, voller Poesie und unglaublich liebevoll erzählt. Eine absolute Wohlfühlemplehlung für alle, die Geschichten über die Magie des Lesens lieben. Deshalb wandert es heute direkt in meine Empfehlungsliste für euch!

