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Die neue Gelassenheit 2026?
Das wäre toll!
Gestern nachmittags mein erster Lebensmitteleinkauf im neuen Jahr.
Ich gehe nicht so gern im Supermarkt einkaufen, es ist mir da zu viel Hektik, Unruhe, die mich regelmäßig stresst und selbst unruhig macht. Aber es musste einfach sein. Mit Senf, Knäckebrot, Eiern und Wasser kann der Mensch ja doch nicht so lange überleben.
Nur eine Kasse besetzt. Mit einem jungen Kassierer. Selbstbedienungskassen gibt es bei uns noch nicht und ich mag sie auch nicht so gern.
Vor mir nur zwei Kunden, eine ältere Dame und ein älterer Herr. Ich freute mich, hatte ich doch mit langen Schlangen so kurz nach Neujahr gerechnet. Es sollte trotzdem dauern.
Die Kundin, die gerade dran war, schüttete ihr ganzes Kleingeld auf das Laufband, um mit Hilfe des Kassierers die passenden Geldstücke zu finden. Das ging nicht so schnell. Das Wiedereinsammeln dauerte auch. Nun gut, geschafft.
Nur noch der ältere Herr vor mir. Er fand seine Geldkarte im Portemonnaie nicht, suchte immer verzweifelter, seine Hände begannen zu zittern. Im letzten Fach war sie dann doch. In der Zeit seiner Suche hatte der Kassierer seine Waren gescannt, sie lagen alle noch auf dem Laufband. Jeder Artikel wurde nun einzeln sorgfältig in den Einkaufswagen gepackt. Noch einmal geschätzte fünf Minuten.
Die befürchtete Schlange war inzwischen hinter mir entstanden. Aber, ganz unüblich, niemand murrte, kein verärgertes Gesicht war zu sehen. Auch der Kassierer zeigte keinerlei Anzeichen von Stress.
Und ich? Nach einem ersten inneren Aufseufzen war mir gerade noch rechtzeitig eingefallen, dass Samstag war, ich noch frei hatte und auch zu Hause niemand auf meinen Einkauf wartete.
So geht es also auch! Ich würde mich wirklich freuen, wenn diese freundliche Gelassenheit von KundInnen und Kassenkraft zur Normalität im Neuen Jahr werden könnte!