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Es gibt sie längst überall: die Bestsellerlisten und Buchklubs, die unzähligen BookTok-Videos und Facebook-Gruppen. Jeden Tag prasseln Buchtipps noch und nöcher auf uns ein. Die Gefahr der Übersättigung ist real; der Kampf um die Aufmerksamkeit der wenigen verbliebenen Vielleser scheint fast schon verloren. 

Erst vor kurzem war ich auf einer regionalen Veranstaltung Buch & Bohne. Bei Kaffee und Kuchen wurden uns wunderbare Neuerscheinungen präsentiert. Es war interessant und sympathisch – und doch ertappte ich mich dabei, wie ich irgendwann abschaltete. Es war schlichtweg zu viel des Guten.

Warum also das Ganze nun hier auch?

Da wären zum einen meine dreizehn prall gefüllten Bücherregale. Sie ziehen sich durch jeden Raum meiner Wohnung, nutzen jede noch so kleine Nische und verbergen Schätze selbst in der zweiten Reihe. Natürlich hat sich über die Jahre auch der eine oder andere Fehlkauf eingeschlichen, doch die allermeisten Bände sind für mich echte, treue Wegbegleiter.

Zum anderen beobachte ich in der Literaturszene ein klares Phänomen: Der Fokus liegt fast ausschließlich auf den aktuellen Trendgenres und den jährlichen, oft bleischweren Neuerscheinungen hochgelobter SchriftstellerInnen. Die leisen Töne gehen im Getöse unter. Abgesehen von den Klassikern verstauben großartige Bücher, die vor drei, fünf, zehn oder zwanzig Jahren erschienen sind, viel zu schnell im Schatten der Vergessenheit.

Genau das möchte ich ändern. Ich will diesen Büchern und ihren AutorInnen wieder eine Stimme geben – mit einem gezielten Griff in meine eigenen Regale.

Ich freue mich sehr, wenn du mich auf dieser Reise durch meine Bücherwelten von nun an jeden Dienstag und Freitag begleitest.

Es grüßt euch herzlich Franziska!

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