Manchmal schlägt das Schicksal überraschend zu und hinterlässt eine Lücke. Eine Lücke, von der man denkt, dass man sie nie wieder füllen kann.
Schauspieler und Autor Joachim Meyerhoff hat dieser Leere in seinem dritten autobiografischen Roman „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ ein literarisches Denkmal gesetzt. Ja, man kann es einfach nicht anders bezeichnen,
Seine Zeit an der Münchner Schauspielschule, eingebettet in das exzentrische Leben seiner Großeltern, bei denen er in dieser Zeit lebt, ist zugleich komisch und traurig und auf alle Fälle sehr berührend.
Nun hat Regisseur Simon Verhoeven, Sohn des Künstlerehepaars Senta Berger und Michael Verhoeven, sich daran gewagt, diesen Bestseller für die Kinoleinwand zu verfilmen.
Mit einer herausragenden Senta Berger als Großmutter und dem erst 26-jährigen Bruno Alexander als jungem Joachim macht der Film im Kino gerade Furore und hat beim Deutschen Filmpreis bereits tüchtig abgeräumt.
Kein Wunder, fängt er den Ton des Buches doch erstaunlich gut ein, indem er gekonnt zwischen Komik und Trauer (über den Verlust von Joachims Bruder) balanciert.
Trotzdem bleibe ich meinem ewigen Motto wieder treu: Pro Buch.
Kein Kinofilm, und sei er noch so gut gedreht, kann die Gedankenwelt und die sprachlichen Nuancen ersetzen, die in diesem Fall Meyerhoff aufs Papier gebannt hat.
Das geschriebene Wort lässt in meinem Kopf wie immer Raum dafür, die beschriebene Welt innerlich zu bebildern.
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Ich bin gespannt auf eure Meinungen zu diesem Duell!
Alles Liebe bis zur nächsten Empfehlung am kommenden Dienstag oder bis zur Sonntagskolumne.
Eure Franziska

